Behandlung mit medizinischem Cannabis bei chronischen Schmerzen

Eine Cannabinoid-Therapie mit THC und CBD kann chronische Schmerzen lindern. Medizinisches Cannabis kann für viele Patienten ein wichtiges ergänzendes Therapie-Modul im Gesamtgefüge der Schmerztherapie sein.

Behandlung mit medizinischem Cannabis bei chronischen Schmerzen

Eine Cannabinoid-Therapie mit THC und CBD kann chronische Schmerzen lindern. Medizinisches Cannabis kann für viele Patienten ein wichtiges ergänzendes Therapie-Modul im Gesamtgefüge der Schmerztherapie sein.

Schmerztherapie mit Cannabinoiden Schmerzen behandeln mit medizinischem Cannabis

Cannabinoide (wie THC und CBD) modulieren im Körper den Vorgang der Schmerzwahrnehmung und beeinflussen die Übertragung des Schmerzes. Demnach kann medizinisches Cannabis für viele Patienten ein wichtiger Therapie-Baustein im Gesamtgefüge der Schmerztherapie sein, wenn Alternativen versagen.

Die Behandlung mit Cannabis kann helfen eine Schmerzlinderung zu erreichen und kann zudem die empfundene Lebensqualität zum Teil deutlich verbessern.

Gerne prüfen unsere kooperierenden Ärztinnen und Ärzte, ob eine Therapie mit medizinischem Cannabis für Sie in Frage kommen kann und führen eine individuelle Anamnese durch.

Warum medizinisches Cannabis in der Schmerztherapie helfen kann?

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Symptome, Diagnostik und Ursachen

Die Funktion des Schmerzes als Warnsignal ist bei chronischen Schmerzen teilweise verloren gegangen. Das bedeutet, dass die Schmerzsymptomatik fortbesteht, obwohl die zugrunde liegende Ursache bereits behoben sein kann. Chronische Schmerzen sind definiert als Schmerzen, die mindestens drei Monate andauern und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten erheblich einschränken. Häufige Lokalisationsorte sind der untere Rücken und die Nackenregion. Die frühere Schmerzsymptomatik entwickelt sich schließlich zu einer eigenständigen Krankheit. Chronische Schmerzen können lokalisiert oder generalisiert auftreten.

Chronische Schmerzen sind nicht nur ein medizinisches Problem, sondern können sich auch negativ auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden des Betroffenen auswirken. Dies ist sehr individuell, kann aber bei manchen Menschen zu einem völligen Verlust der Unabhängigkeit führen. Fast die Hälfte der Personen, die unter chronischen Schmerzen leiden, leiden unter depressiven Episoden. Die Diagnose und auch Behandlung ist meist ein langwieriger Prozess mit Konsultationen verschiedener spezialisierter Fachärzte.
Die Behandlung von chronischen Schmerzen wird als „multimodale Therapie“ oder „spezielle Schmerztherapie“ durchgeführt und besteht aus verschiedenen Komponenten. Dazu gehören beispielsweise medikamentöse Therapie, Physiotherapie, Psychotherapie sowie minimalinvasive und chirurgische Verfahren.

Bei der medikamentösen Strategie können Antidepressiva, (Nicht-)Opioide Schmerzmittel und Antiepileptika eingesetzt werden. Aktive Bewältigungsstrategien und die Aufklärung der Patienten über die Rolle der psychosozialen Aspekte sind ebenfalls von entscheidender Bedeutung.
Cannabinoide modulieren im Körper den Vorgang der Schmerzwahrnehmung unter anderem durch eine hemmende Wirkung im zentralen Nervensystem. Es handelt sich insofern nicht um ein klassisches Analgetikum. Die genauen Wirkmechanismen sind Teil der neusten Forschung.

Um eine Schmerzlinderung zu erreichen und die Lebensqualität zu verbessern, kann Cannabis für medizinische Zwecke für viele Patienten ein wichtiger Baustein im Gesamtgefüge der Schmerztherapie sein. Opioide, aber auch nicht-opioide Medikamente, können vor allem bei langfristiger Einnahme schwerwiegende negative Auswirkungen haben. Die Kombination von Arzneimitteln und cannabisbasierten Behandlungen können den Patientinnen und Patienten helfen, ihre Schmerzmedikamente und Opioiddosen zu reduzieren und gleichzeitig die unerwünschten Wirkungen zu verringern.

Medizinisches Cannabis Cannabinoid Therapie

Weitere Erkrankungen, bei denen medizinisches Cannabis helfen kann

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